lstat(2) Dateistatus ermitteln

Other Alias

stat, fstat, fstatat

ÜBERSICHT

#include <sys/types.h>
#include <sys/stat.h>
#include <unistd.h>


int stat(const char *Pfadname, struct stat *Puffer);
int fstat(int fd, struct stat *Puffer);
int lstat(const char *Pfadname, struct stat *Puffer);

#include <fcntl.h> /* Definition der AT_*-Konstanten */
#include <sys/stat.h>

int fstatat(int dirfd, const char *Pfadname, struct stat *Puffer,
int Schalter);

Mit Glibc erforderliche Makros (siehe feature_test_macros(7)):

lstat():

/* Glibc 2.19 und älter */ _BSD_SOURCE

    || /* Seit Glibc 2.20 */ _DEFAULT_SOURCE

    || _XOPEN_SOURCE >= 500

    || /* Seit Glibc 2.10: */ _POSIX_C_SOURCE >= 200112L

fstatat():

Seit Glibc 2.10:
_POSIX_C_SOURCE >= 200809L
Bis Glibc 2.10:
_ATFILE_SOURCE

BESCHREIBUNG

Diese Funktionen geben Informationen über eine Datei im Puffer zurück, auf den buf zeigt. Dazu werden keinerlei Rechte an der angegebenen Datei benötigt, aber ---im Falle von stat(), fstatat() und lstat()--- müssen alle Verzeichnisse im Pfadnamen, der zu der Datei führt, durchsucht werden dürfen.

stat() und fstatat() liefern die Informationen zu der in Pfadname angegebenen Datei und übergibt diese an fstatat(), wie nachfolgend beschrieben.

lstat() ist ähnlich stat(), nur dass falls Pfadname ein symbolischer Link ist, Informationen zum Link zurückgegeben werden und nicht zur Datei, auf die der Link zeigt.

fstat ist ähnlich stat, außer dass die Datei, zu der Informationen ermittelt werden sollen, durch den Dateideskriptor fd angegeben wird.

Alle diese Systemaufrufe geben eine Struktur vom Typ stat zurück, die folgendermaßen aufgebaut ist:

struct stat {
    dev_t     st_dev;         /* ID of device containing file */
    ino_t     st_ino;         /* inode number */
    mode_t    st_mode;        /* file type and mode */
    nlink_t   st_nlink;       /* number of hard links */
    uid_t     st_uid;         /* user ID of owner */
    gid_t     st_gid;         /* group ID of owner */
    dev_t     st_rdev;        /* device ID (if special file) */
    off_t     st_size;        /* total size, in bytes */
    blksize_t st_blksize;     /* blocksize for filesystem I/O */
    blkcnt_t  st_blocks;      /* number of 512B blocks allocated */
   /* Seit Linux 2.6 unterstützt der Kernel Nanosekundengenauigkeit
      für die folgenden Zeitstempelfelder.
      Für Details vor Linux 2.6 lesen Sie ANMERKUNGEN. */
    struct timespec st_atim;  /* Zeit des letzten Zugriffs */
    struct timespec st_mtim;  /* Zeit der letzten Veränderung*/
    struct timespec st_ctim;  /* Zeit der letzten Statusänderung*/
#define st_atime st_atim.tv_sec      /* Rückwärtskompatibilität */
#define st_mtime st_mtim.tv_sec
#define st_ctime st_ctim.tv_sec
};

Hinweis: Die Reihenfolge der Felder in der stat-Struktur ist in den verschiedenen Architekturen nicht gleich. Außerdem zeigt die oben genannte Definition nicht die Auffüll-Bytes, die in verschiedenen Architekturen zwischen einigen Feldern vorhanden sind. Im Quellcode von Glibc und Kernel finden Sie bei Bedarf Details hierzu.

Note: For performance and simplicity reasons, different fields in the stat structure may contain state information from different moments during the execution of the system call. For example, if st_mode or st_uid is changed by another process by calling chmod(2) or chown(2), stat() might return the old st_mode together with the new st_uid, or the old st_uid together with the new st_mode.

Das Feld st_dev beschreibt das Gerät, auf dem sich die Datei befindet. (Die Makros major(3) und minor(3) können zum Zerlegen der Geräte-ID in diesem Feld nützlich sein.)

Das Feld st_rdev beschreibt das Geräte, das diese Datei (Inode) repräsentiert.

Das Feld st_size zeigt die Größe der Datei (falls es sich um eine reguläre Datei oder einen symbolischen Link handelt) in Bytes an. Die Größe des symbolischen Links ist die Länge des enthaltenen Pfadnamens ohne abschließendes Nullbyte.

Das Feld st_blocks gibt die Anzahl der Blöcke, die der Datei zugewiesen sind, in 512-Byte-Einheiten an. Dies kann kleiner als st_size/512 sein, wenn die Datei Löcher enthält.

Das Feld st_blksize gibt die »bevorzugte« Blockgröße für effiziente E/A-Operationen des Dateisystems an (Schreiben in eine Datei in kleineren Teilen kann ineffizientes Lesen-Ändern-Schreiben verursachen).

Nicht alle der Linux-Dateisysteme implementieren auch alle Zeitfelder. Einige Dateisystemtypen erlauben das Einhängen in einer Weise, dass Datei- und/oder Verzeichniszugriffe keine Aktualisierung des Feldes st_atime bewirken (siehe noatime, nodiratime und relatime in mount(8) sowie diesbezügliche Informationen in mount(2)). Außerdem wird st_atime nicht aktualisiert, wenn eine Datei mit O_NOATIME geöffnet wird; siehe open(2).

Das Feld st_atime wird durch Dateizugriffe geändert, zum Beispiel durch execve(2), mknod(2), pipe(2), utime(2) und read(2) (von mehr als 0 Bytes). Andere Routinen, wie mmap(2), können st_atime ändern, müssen dies aber nicht.

Das Feld st_mtime verändert sich beim Einsatz von dateimodifizierenden Operationen, z.B. durch mknod(2), truncate(2), utime(2) und write(2) (von mehr als null Bytes). Außerdem wird st_mtime durch das Anlegen oder Löschen von Dateien in diesem Verzeichnis geändert. Das Feld st_mtime wird nicht durch Ändern von Besitzer, Gruppe, Hardlink-Zähler oder Modus verändert.

Das Feld st_ctime wird durch Beschreiben oder Setzen der Inode-Informationen geändert (d.h. Besitzer, Gruppe, Link-Zähler, Modus etc.).

POSIX refers to the st_mode bits corresponding to the mask S_IFMT (see below) as the file type, the 12 bits corresponding to the mask 07777 as the file mode bits and the least significant 9 bits (0777) as the file permission bits.

Die folgende Maskenwerte sind für den Dateityp des Feldes st_mode definiert:

S_IFMT0170000Bitmaske für das Dateityp-Bitfeld

S_IFSOCK0140000Socket
S_IFLNK0120000symbolischer Link
S_IFREG0100000reguläre Datei
S_IFBLK0060000blockorientiertes Gerät
S_IFDIR0040000Verzeichnis
S_IFCHR0020000zeichenorientiertes Gerät
S_IFIFO0010000FIFO

Um beispielsweise eine reguläre Datei zu testen, könnten Sie Folgendes verwenden:

stat(pathname, &sb);
if ((sb.st_mode & S_IFMT) == S_IFREG) {
    /* reguläre Datei verarbeiten */
}

Da Tests der obigen Form häufig sind, definiert POSIX zusätzliche Makros, um präzisere Tests des Dateityps in st_mode zu ermöglichen:

S_ISREG(m)
ist es eine reguläre Datei?
S_ISDIR(m)
Verzeichnis?
S_ISCHR(m)
zeichenorientiertes Gerät?
S_ISBLK(m)
blockorientiertes Gerät?
S_ISFIFO(m)
FIFO (benannte Pipe)?
S_ISLNK(m)
symbolischer Link? (nicht in POSIX.1-1996.)
S_ISSOCK(m)
Socket? (Nicht in POSIX.1-1996.)

Der obige Code-Schnipsel sollte daher folgendermaßen geändert werden:

stat(pathname, &sb);
if (S_ISREG(sb.st_mode)) {
    /* reguläre Datei verarbeiten */
}

Die Definitionen der meisten der oben genannten Testmakros für Dateitypen werden bereitgestellt, sofern irgendeines der folgenden Feature-Test-Makros definiert ist: _BSD_SOURCE (in Glibc 2.19 und früher), _SVID_SOURCE (in Glibc 2.19 und früher) oder _DEFAULT_SOURCE (in Glibc 2.20 und neuer). Zusätzlich werden Definitionen aller oben genannten Makros außer S_IFSOCK und S_ISSOCK() bereitgestellt, wenn _XOPEN_SOURCE definiert ist. Die Definition von S_IFSOCK kann auch durch Setzen von _XOPEN_SOURCE auf einen Wert von 500 oder größer erreicht werden.

Die Definition von S_ISSOCK() ist verfügbar, wenn eines der folgenden Feature-Test-Makros definiert ist: _BSD_SOURCE (in Glibc 2.19 und früher), _DEFAULT_SOURCE (in Glibc 2.20 und früher), _XOPEN_SOURCE mit einem Wert von 500 oder größer oder _POSIX_C_SOURCE mit einem Wert von 200112L oder größer.

Die folgende Maskenwerte sind für die Dateimodus-Komponente des Felds st_mode definiert:

S_ISUID 04000SUID-Bit
S_ISGID 02000SGID-Bit (siehe unten)
S_ISVTX 01000Sticky-Bit (siehe unten)

S_IRWXU 00700owner has read, write, and execute permission
S_IRUSR 00400Besitzer hat Lesezugriff
S_IWUSR 00200Besitzer hat Schreibzugriff
S_IXUSR 00100Besitzer hat Ausführungsrechte

S_IRWXG 00070group has read, write, and execute permission
S_IRGRP 00040group has read permission
S_IWGRP 00020Gruppe hat Schreibzugriff
S_IXGRP 00010Gruppe hat Ausführungsrechte

S_IRWXO 00007 others (not in group) have read, write, and execute permission
S_IROTH 00004Andere haben Lesezugriff
S_IWOTH 00002Andere haben Schreibzugriff
S_IXOTH 00001Andere haben Ausführungsrechte

Das SGID-Bit (S_ISGID) hat verschiedene besondere Nutzungsmöglichkeiten: Für ein Verzeichnis bedeutet es, das die BSD-Semantik Anwendung findet: Dateien, die in ihm erzeugt werden, erben die Gruppen-ID des Verzeichnisses und nicht die effektive Gruppen-ID des erzeugenden Prozesses, und dort erzeugte Verzeichnisse haben das SGID-Bit ebenfalls gesetzt. Für eine Datei, bei der das Bit für Gruppenausführungsrechte (S_IXGRP) nicht gesetzt ist, bedeutet es erzwungenes Sperren von Datei/Datensatz.

Das »Sticky«-Bit (S_ISVTX) an einem Verzeichnis bedeutet, dass eine Datei in diesem Verzeichnis nur vom Besitzer der Datei, dem Besitzer des Verzeichnisses, und von einem privilegierten Prozess umbenannt und gelöscht werden darf.

fstatat()

Der Systemaufruf fstatat() funktioniert genauso wie stat(), außer den hier beschriebenen Unterschieden.

Falls der in Pfadname übergebene Pfadname relativ ist, wird er als relativ zu dem im Dateideskriptor dirfd referenzierten Verzeichnis interpretiert (statt relativ zum aktuellen Arbeitsverzeichnis des aufrufenden Prozesses, wie es bei stat() für einen relativen Pfadnamen erfolgt).

Falls Pfadname relativ ist und dirfd den besonderen Wert AT_FDCWD annimmt, wird Pfadname als relativ zum aktuellen Arbeitsverzeichnis des aufrufenden Prozesses interpretiert (wie stat()).

Falls Pfadname absolut ist, wird dirfd ignoriert.

Schalter kann entweder 0 sein oder durch bitweises ODER eines oder mehrere der folgenden Schalter gesetzt haben:

AT_EMPTY_PATH (seit Linux 2.6.39)
Falls Pfadname eine leere Zeichenkette ist, wird mit der Datei gearbeitet, auf die dirfd verweist (dies kann mit dem O_PATH-Schalter von open(2) ermittelt werden). Falls dirfd AT_FDCWD ist, erfolgt der Aufruf im aktuellen Arbeitsverzeichnis. In diesem Fall kann sich dirfd auf jeden Dateityp beziehen, nicht unbedingt ein Verzeichnis. Dieser Schalter ist Linux-spezifisch; definieren Sie _GNU_SOURCE, um dessen Definition zu ermitteln.
AT_NO_AUTOMOUNT (seit Linux 2.6.38)
Die Terminal-»basename«-Komponente von Pfadname wird nicht automatisch eingehängt, wenn es ein Verzeichnis ist, das selbst ein Einhängepunkt ist. Dies ermöglicht dem Aufrufenden, Informationen zu einem Auto-Einhängepunkt zu sammeln, anstatt zu dem Ort, der eingehängt werden würde. Dieser Schalter kann in Werkzeugen verwendet werden, die Verzeichnisse einlesen, um automatische Masseneinhängungen eines Verzeichnisses zu verhindern, welches Auto-Einhängepunkte enthält. Der Schalter AT_NO_AUTOMOUNT ist unwirksam, wenn der Einhängepunkt bereits eingehängt wurde. Dieser Schalter ist Linux-spezifisch; definieren Sie _GNU_SOURCE, um dessen Definition zu ermitteln.
AT_SYMLINK_NOFOLLOW
Falls Pfadname ein symbolischer Link ist, wird er nicht dereferenziert: Stattdessen werden Informationen zum Link selbst zurückgegeben, wie lstat(). In der Voreinstellung dereferenziert fstatat() symbolische Links, wie auch stat().

Lesen Sie openat(2) für eine Beschreibung der Notwendigkeit von fstatat().

RÜCKGABEWERT

Bei Erfolg wird Null zurückgegeben. Bei einem Fehler wird -1 zurückgegeben und errno entsprechend gesetzt.

FEHLER

EACCES
Der Suchzugriff auf eines der Verzeichnisse im Pfadpräfix von Pfadname wurde verweigert (siehe auch path_resolution(7)).
EBADF
fd ist kein zulässiger offener Dateideskriptor.
EFAULT
Ungültige Adresse
ELOOP
Beim Pfaddurchlauf wurden zu viele symbolische Links gefunden.
ENAMETOOLONG
Pfadname ist zu lang.
ENOENT
Eine Komponente von Pfadname existiert nicht oder Pfadname ist die leere Zeichenkette.
ENOMEM
Kein Speicher mehr (das bedeutet Speicher im Kernel).
ENOTDIR
Eine Komponente des Pfadpräfixes von Pfadname ist kein Verzeichnis.
EOVERFLOW
Pfadname oder fd bezieht sich auf eine Datei, deren Name, Inode-Anzahl oder Anzahl der Blöcke nicht durch die Typen off_t, ino_t oder blkcnt_t repräsentiert werden kann. Dieser Fehler kann beispielsweise auftreten, wenn eine auf einer 32-bit-Plattform kompilierte Anwendung ohne -D_FILE_OFFSET_BITS=64 stat() für eine Datei aufruft, deren Größe (1<<31)-1 Byte übersteigt.

Die folgenden Fehler können zusätzlichen bei fstatat() auftreten:

EBADF
dirfd ist kein zulässiger Dateideskriptor.
EINVAL
Unzulässiger Schalter in Schalter angegeben.
ENOTDIR
Pfadname ist relativ und dirfd ist ein Dateideskriptor, der sich auf eine Datei statt auf ein Verzeichnis bezieht.

VERSIONEN

fstatat() wurde zu Linux in Kernel 2.6.16 hinzugefügt; Bibliotheksunterstützung wurde zu Glibc in Version 2.4 hinzugefügt.

KONFORM ZU

stat(), fstat(), lstat(): SVr4, 4.3BSD, POSIX.1-2001, POSIX.1.2008.

fstatat(): POSIX.1-2008.

Entsprechend POSIX.1-2001 benötigt lstat() bei Anwendung auf einen symbolischen Link lediglich im Feld st_size und im Dateityp des st_mode-Feldes der stat-Struktur gültige Rückgabeinformationen. POSIX.1-2008 engt diese Spezifikation ein, indem lstat() in allen Feldern außer den Modus-Bits in st_mode gültige Informationen zurückgeben muss.

Die Verwendung der Felder st_blocks und st_blksize kann die Portabilität einschränken. Diese wurden in BSD eingeführt. Die Interpretation unterscheidet sich auf verschiedenen Systemen, und möglicherweise auf einem einzelnen System, wenn NFS-Einhängungen bestehen. Falls Sie die Definition der Typen blkcnt_t oder blksize_t von <sys/stat.h> ermitteln wollen, dann definieren Sie _XOPEN_SOURCE mit einem Wert von 500 oder größer (bevor Sie irgendeine Header-Datei einbeziehen).

POSIX beschreibt die Konstanten S_IFMT, S_IFSOCK, S_IFLNK, S_IFREG, S_IFBLK, S_IFDIR, S_IFCHR, S_IFIFO, S_ISVTX nicht, sondern verlangt stattdessen die Benutzung der Makros S_ISDIR() etc. Die S_IF*-Konstanten sind in POSIX.1-2001 und neuer vorhanden.

Die Makros S_ISLNK() und S_ISSOCK() finden sich nicht in POSIX.1-1996, sind aber beide in POSIX.1-2001 vorhanden; ersteres ist aus SVID 4v2, letzteres aus SUSv2.

UNIX V7 (und später) hat S_IREAD, S_IWRITE, S_IEXEC, wobei POSIX die Synonyme S_IRUSR, S_IWUSR, S_IXUSR vorschreibt.

Andere Systeme

Werte die von verschiedenen Systemen benutzt wurden oder werden:
HexnamelsOktalBeschreibung
f000S_IFMT170000Maske für Dateityp
0000000000 SCO out-of-service INode, BSD unbekannter Typ, SVID-v2 und XPG2 haben beide 0 und 0100000 für normale Datei
1000S_IFIFOp|010000FIFO (benannte Pipe)
2000S_IFCHRc020000zeichenorientierte Spezialdatei (V7)
3000S_IFMPC030000gemultiplexte zeichenorientierte Spezialdatei (V7)
4000S_IFDIRd/040000Verzeichnis (V7)
5000S_IFNAM050000 XENIX benannte Spezialdatei mit zwei Untertypen, unterschieden durch st_rdev Werte 1, 2
0001S_INSEMs000001XENIX Semaphore-Untertyp von IFNAM
0002S_INSHDm000002XENIX geteilte-Daten-Untertyp von IFNAM
6000S_IFBLKb060000blockorientierte Spezialdatei (V7)
7000S_IFMPB070000gemultiplexte blockorientierte Spezialdatei (V7)
8000S_IFREG-100000regulär (V7)
9000S_IFCMP110000VxFS-komprimiert
9000S_IFNWKn110000Netzwerk-Spezialdatei (HP-UX)
a000S_IFLNK[email protected]120000symbolischer Link (BSD)
b000S_IFSHAD130000 Solaris shadow inode for ACL (not seen by user space)
c000S_IFSOCKs=140000Socket (BSD; auch »S_IFSOC« auf VxFS)
d000S_IFDOORD>150000Solaris door
e000S_IFWHTw%160000BSD-»whiteout« (nicht für Inode benutzt)
0200S_ISVTX001000 »Sticky«-Bit: Text bleibt auf Swap auch nach Benutzung (V7)
reserviert (SVID-v2)
Auf Nicht-Verzeichnisse: diese Datei nicht zwischenspeichern (SunOS)
Auf Verzeichnisse: Schalter für eingeschränktes Löschen (SVID-v4.2)
0400S_ISGID002000 Gruppen-ID bei Ausführung setzen(V7)
Für Verzeichnisse: BSD-Semantik für Weitergeben der Gruppen-ID benutzen
0400S_ENFMT002000 0400    S_ENFMT         002000  SysV Sperren der Datei erzwungen (gleicher Wert wie S_ISGID)

0800S_ISUID004000set-user-ID on execution (V7)
0800S_CDF004000 Verzeichnis ist eine kontextabhängige Datei (HP-UX)

Ein »sticky«-Befehl tauchte in Version 32V AT&T UNIX auf.

ANMERKUNGEN

Unter Linux löst lstat() generell keine Automounter-Aktion aus, während stat() dies tut (aber siehe fstatat(2)).

Für die meisten Dateien unterhalb des Verzeichnisses /proc liefert stat() nicht die Dateigröße im Feld st_size zurück, stattdessen wird das Feld mit dem Wert 0 zurückgeliefert.

Zeitstempelfelder

Ältere Kernel und ältere Standards unterstützen keine Zeitstempel-Felder für Nanosekunden. Stattdessen gab es die drei Zeitstempel-Felder ---st_atime, st_mtime und st_ctime---, angegeben als time_t, die Zeitstempel mit Sekundengenauigkeit ergaben.

Seit Kernel 2.5.48 unterstützt die stat-Struktur die Nanosekunden-Auflösung für die drei Zeitstempel-Felder. Die Nanosekunden-Komponenten jedes Zeitstempels sind durch Namen der Form st_atim.tv_nsec verfügbar, sofern das Feature-Test-Makro _BSD_SOURCE oder _SVID_SOURCE definiert ist. Nanosekunden-Zeitstempel sind heutzutage standardisiert, beginnend mit POSIX.1-2008, und die Glibc bietet seit Version 2.12 ebenfalls die Namen der Nanosekunden-Komponenten, wenn _POSIX_C_SOURCE mit dem Wert 200809L oder größer oder _XOPEN_SOURCE mit dem Wert 700 oder größer definiert ist. Falls keines der erwähnten Makros definiert ist, dann werden die Nanosekunden-Werte mit Namen der Form st_atimensec angezeigt.

Nanosekunden-Zeitstempel werden von XFS, JFS, Btrfs und ext4 (seit Linux 2.6.23) unterstützt. Nanosekunden-Zeitstempel werden von ext2, ext3 und Reiserfs nicht unterstützt. Auf Dateisystemen, die für Zeitstempel keine Sekundenbruchteile unterstützen, wird für die Nanosekunden-Felder der Wert 0 zurückgegeben.

Unterschiede C-Bibliothek/Kernel

Over time, increases in the size of the stat structure have led to three successive versions of stat(): sys_stat() (slot __NR_oldstat), sys_newstat() (slot __NR_stat), and sys_stat64() (slot __NR_stat64) on 32-bit platforms such as i386. The first two versions were already present in Linux 1.0 (albeit with different names); the last was added in Linux 2.4. Similar remarks apply for fstat() and lstat().

The kernel-internal versions of the stat structure dealt with by the different versions are, respectively:

__old_kernel_stat
The original structure, with rather narrow fields, and no padding.
stat
Larger st_ino field and padding added to various parts of the structure to allow for future expansion.
stat64
Even larger st_ino field, larger st_uid and st_gid fields to accommodate the Linux-2.4 expansion of UIDs and GIDs to 32 bits, and various other enlarged fields and further padding in the structure. (Various padding bytes were eventually consumed in Linux 2.6, with the advent of 32-bit device IDs and nanosecond components for the timestamp fields.)

The glibc stat() wrapper function hides these details from applications, invoking the most recent version of the system call provided by the kernel, and repacking the returned information if required for old binaries.

On modern 64-bit systems, life is simpler: there is a single stat() system call and the kernel deals with a stat structure that contains fields of a sufficient size.

Der der Glibc-Wrapper-Funktion fstatat() zugrunde liegende Systemaufruf ist tatsächlich fstatat64() oder auf einigen Architekturen newfstatat().

BEISPIEL

Das folgende Programm ruft stat() auf zeigt ausgewählte Felder der zurückgelieferten Struktur stat an.
#include <sys/types.h>
#include <sys/stat.h>
#include <time.h>
#include <stdio.h>
#include <stdlib.h>
int
main(int argc, char *argv[])
{
    struct stat sb;
    if (argc != 2) {
        fprintf(stderr, "Aufruf: %s <Pfadname>\n", argv[0]);
        exit(EXIT_FAILURE);
    }
    if (stat(argv[1], &sb) == -1) {
        perror("stat");
        exit(EXIT_FAILURE);
    }
    printf("Dateityp:                 ");
    switch (sb.st_mode & S_IFMT) {
    case S_IFBLK:  printf("blockorientiertes Gerät\n");   break;
    case S_IFCHR:  printf("zeichenorientiertes Gerät\n"); break;
    case S_IFDIR:  printf("Verzeichnis\n");               break;
    case S_IFIFO:  printf("FIFO/Pipe\n");                 break;
    case S_IFLNK:  printf("symbolischer Link\n");         break;
    case S_IFREG:  printf("reguläre Datei\n");            break;
    case S_IFSOCK: printf("Socket\n");                    break;
    default:       printf("unbekannt?\n");                break;
    }
    printf("I-node number:            %ld\n", (long) sb.st_ino);
    printf("Modus:                    %lo (oktal)\n",
            (unsigned long) sb.st_mode);
    printf("Link count:               %ld\n", (long) sb.st_nlink);
    printf("Ownership:                UID=%ld   GID=%ld\n",
            (long) sb.st_uid, (long) sb.st_gid);
    printf("Preferred I/O block size: %ld bytes\n",
            (long) sb.st_blksize);
    printf("File size:                %lld bytes\n",
            (long long) sb.st_size);
    printf("Blocks allocated:         %lld\n",
            (long long) sb.st_blocks);
    printf("Letzte Statusänderung:    %s", ctime(&sb.st_ctime));
    printf("Letzter Dateizugriff:     %s", ctime(&sb.st_atime));
    printf("Letzte Dateiänderung:     %s", ctime(&sb.st_mtime));
    exit(EXIT_SUCCESS);
}

KOLOPHON

Diese Seite ist Teil der Veröffentlichung 4.06 des Projekts Linux-man-pages. Eine Beschreibung des Projekts, Informationen, wie Fehler gemeldet werden können sowie die aktuelle Version dieser Seite finden sich unter https://www.kernel.org/doc/man-pages/.

ÜBERSETZUNG

Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Jonas Rovan <[email protected]>, Martin Schulze <[email protected]>, Michael Piefel <[email protected]>, Helge Kreutzmann <[email protected]> und Mario Blättermann <[email protected]> erstellt.

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